Bei einer Thrombose bildet sich in einer Vene ein Blutgerinnsel und behindert den Rückfluss zum Herzen. Am häufigsten betroffen sind die tiefen Venen von Unterschenkel, Kniekehle und Oberschenkel, seltener die Becken- oder Armvenen. Davon zu unterscheiden ist die oberflächliche Venenentzündung, die meist in einer Krampfader entsteht.
Begünstigt wird eine Thrombose, wenn das Blut langsamer fließt oder leichter gerinnt: nach Operationen und Verletzungen, bei Bettlägerigkeit oder einem Gipsverband, auf langen Reisen, in Schwangerschaft und Wochenbett, unter hormoneller Verhütung, bei Krebserkrankungen, Übergewicht oder einer früheren Thrombose. Manchmal findet sich kein Auslöser.
Typisch ist ein Bein, das auf einer Seite anschwillt, spannt und schmerzt, oft wie ein Muskelkater in der Wade. Die Haut kann warm, gerötet oder bläulich verfärbt sein. Die Zeichen können aber auch schwach sein – ein Verdacht gehört deshalb rasch in ärztliche Hände.
Löst sich ein Teil des Gerinnsels, kann er mit dem Blutstrom in die Lunge gelangen. Warnzeichen einer solchen Lungenembolie sind plötzliche Atemnot, Schmerzen in der Brust beim Einatmen, Herzrasen, Husten, manchmal mit Blut, sowie Schwindel oder eine kurze Ohnmacht. Dann ist der Notruf 112 der richtige Weg.