Spinalkanal­stenose mit Dekom­pression.

Nach einer Strecke Gehen werden die Beine schwer, taub oder schwach, im Sitzen lässt es nach: typisch für einen verengten Wirbelkanal. Reicht die konservative Behandlung nicht mehr aus, kann die Dekompression den Nerven wieder Raum geben.

  • Erst konservativ, dann operativ
  • Kassenleistung im Bürgerspital
  • Privatklinik im selben Gebäude

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  • Meistin Vollnarkose, über einen kleinen Zugang
  • 1–7Tage im Krankenhaus, je nach Eingriff
  • Frühaufstehen, danach gezielte Physiotherapie
  • 2–12Wochen Heilung, je nach Umfang des Eingriffs

Spannen der Fachabteilung je nach Eingriff; wie lange es bei Ihnen dauert, hängt vom Umfang der Operation ab.

Die Spinalkanalstenose

Wenn jeder Weg kürzer wird.

Der Wirbelkanal umschließt das Rückenmark und im unteren Rücken die Nervenfasern, die zu den Beinen ziehen. Mit den Jahren verlieren die Bandscheiben an Höhe, die Bänder zwischen den Wirbelbögen verdicken sich, und an den kleinen Wirbelgelenken wachsen Knochenanbauten. Zusammen können sie den Kanal so verengen, dass Nerven und Blutgefäße zu wenig Platz haben. Meist betrifft das die Lendenwirbelsäule im höheren Lebensalter.

Das Leitsymptom zeigt sich unterwegs: Nach einer gewissen Strecke werden die Beine schwer, schmerzen, kribbeln oder werden taub, und man muss pausieren. Hinsetzen oder Vorbeugen verschafft Erleichterung, weil sich der Kanal dabei etwas weitet; bergab werden die Beschwerden oft stärker. Fachleute sprechen von Claudicatio spinalis. Die meisten Betroffenen haben zusätzlich Kreuzschmerzen.

Die Diagnose stützt sich auf die Schilderung der Beschwerden, die Untersuchung und ein MRT. Ähnliche Beschwerden können Durchblutungsstörungen der Beine, Nervenerkrankungen wie die Polyneuropathie oder eine Hüftarthrose verursachen – sie gilt es abzugrenzen. Entscheidend ist, ob die Enge im Bild zu den Beschwerden passt: Ein deutlicher Befund bedeutet nicht zwingend starke Beschwerden.

Ohne Lähmungen beginnt die Behandlung konservativ, mit entlastender Physiotherapie, Schmerzmitteln und bei Bedarf Spritzen. Reicht das nicht für ein zufriedenstellendes Leben im Alltag, kommt die Dekompression infrage. Was sie im Vergleich zu einer guten konservativen Behandlung bringt, ist individuell verschieden – deshalb verdient die Entscheidung ein ausführliches Gespräch.

Die Dekompression

Was die Erweiterung bewirken soll.

Raum schaffen

Verdickte Bänder, Knochenanbauten und vorgewölbtes Bandscheibengewebe werden abgetragen. Nerven und Gefäße im Kanal bekommen wieder Platz.

Weiter gehen

Ziel ist, wieder längere Strecken gehen und stehen zu können – mit weniger Schmerz, Taubheit und Schwäche in den Beinen.

Halt bewahren

Schonende Techniken erhalten Wirbelgelenke und stützende Bänder, soweit es geht. Versteift wird nur, wenn ein Abschnitt instabil ist.

Der Weg

Von der Gehstrecke zur Operation.

Die Enge entsteht über Jahre, und nur selten drängt die Zeit. So bleibt Raum, erst konservativ zu behandeln und die Operation in Ruhe abzuwägen.

  1. Beschwerden erfassen

    Wie weit gelingt das Gehen, was bringt Erleichterung, wie stark ist der Alltag eingeschränkt? Dazu kommt die Untersuchung von Kraft, Gefühl und Reflexen in den Beinen.

  2. Bilder und Abgrenzung

    Das MRT zeigt Ort und Ausmaß der Enge, Röntgenbilder im Stehen ein mögliches Wirbelgleiten. Durchblutungs- und Nervenleiden oder Hüftprobleme werden als Ursache ausgeschlossen.

  3. Konservativer Versuch

    Physiotherapie, die die Lendenwirbelsäule entlastet, Schmerzmittel und bei Bedarf Spritzen – mit regelmäßiger Kontrolle, ob die Maßnahmen tragen.

  4. Operation

    Über einen kleinen Zugang werden verdicktes Band und Knochenanbauten abgetragen, bis die Nerven frei liegen. Wirbelgelenke und Bänder werden so weit wie möglich geschont.

  5. Nachsorge

    Aufstehen kurz nach dem Eingriff, dann Physiotherapie, die Beweglichkeit sowie Bein- und Rückenschmerz bessern kann. Bei Bedarf folgt eine Reha.

Kostenübernahme

Wer die Kosten übernimmt.

Gesetzlich versichert

Leistung der Krankenkasse bei medizinischer Indikation.

Genügen konservative Maßnahmen nicht und ist die Dekompression medizinisch angezeigt, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung Operation und stationären Aufenthalt im Bürgerspital Wertheim.

Physiotherapie oder Reha im Anschluss bereitet das Entlassmanagement des Krankenhauses mit vor.

Privat versichert oder selbst zahlend

Gleiche Behandlung, andere Abrechnung.

Private Krankenversicherungen tragen die Dekompression im Rahmen des vereinbarten Tarifs; behandelt wird im Bürgerspital oder in der Main-Tauber-Klinik. Ohne Versicherungsschutz ist sie auch auf eigene Kosten möglich.

Fachärztinnen und Fachärzte

Die Operateurinnen und Operateure.

Die Dekompression übernehmen die Wirbelsäulenchirurgen in Wertheim: drei Fachärzte für Neurochirurgie und zwei für Orthopädie und Unfallchirurgie.

  • Dr. med. Joachim HarthFacharzt für NeurochirurgieWertheim
  • Dr. med. Mahmud Kadhem MBCHBFacharzt für NeurochirurgieWertheim
  • Ahmed SaberFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieWertheim
  • Dr. med. Matthias Seibl-LevenFacharzt für NeurochirurgieWertheim
  • Dr. med. Stephan VögeliFacharzt für Unfallchirurgie & Orthopädie / Facharzt für spezielle UnfallchirurgieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Woran unterscheidet sich die Spinalkanalstenose von einer Durchblutungsstörung?

Beide machen Beschwerden beim Gehen. Bei einer Durchblutungsstörung der Beine genügt meist kurzes Stehenbleiben, bei der Spinalkanalstenose hilft eher Hinsetzen oder Vorbeugen, und Radfahren fällt oft leichter als Gehen. Sicherheit gibt die Untersuchung beider Möglichkeiten.

Bildet sich die Enge von allein zurück?

Die Veränderungen an Bändern, Gelenken und Bandscheiben bleiben. Die Beschwerden verlaufen aber oft über Jahre ähnlich: In einer Studie blieben sie bei den meisten Betroffenen über vier Jahre gleich, bei einigen wurden sie besser, bei anderen stärker.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Wenn konservative Maßnahmen keine zufriedenstellende Lebensqualität mehr ermöglichen, etwa weil die Gehstrecke für Einkauf, Arbeit oder Spaziergang nicht mehr reicht. Dringlich ist sie nur bei zunehmenden Lähmungen oder Störungen von Blase und Darm.

Hilft eine Operation mehr als konservative Behandlung?

Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Beide Wege können die Beschwerden lindern. Welcher passt, hängt vom Leidensdruck, vom bisherigen Verlauf und von der Belastbarkeit ab – und wird gemeinsam entschieden.

Wird die Wirbelsäule dabei versteift?

In der Regel nicht. Die Dekompression schafft Raum, ohne Wirbel miteinander zu verbinden. Zusätzlich stabilisiert wird nur, wenn Untersuchung und Bilder einen instabilen Abschnitt zeigen, etwa bei einem Wirbelgleiten.

Wie riskant ist die Dekompression?

Möglich sind Blutungen, Infektionen und Verletzungen von Nerven oder der Nervenhülle. In einer großen Studie brauchten 6 bis 7 von 100 Operierten wegen einer Komplikation eine weitere Behandlung im Krankenhaus. Welche Risiken im Einzelfall zählen, klärt das Aufklärungsgespräch.

Bin ich für die Operation zu alt?

Das Alter allein entscheidet nicht. Maßgeblich sind Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen und das Narkoserisiko; sie werden vor dem Eingriff internistisch und im Narkosegespräch geprüft.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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