Stroke Unit bei Schlaganfall.

Ein Schlaganfall kündigt sich selten an: Plötzlich hängt ein Mundwinkel, ein Arm wird schwach, die Sprache verwaschen. Dann gilt der Notruf 112. Auf der Stroke Unit werden Betroffene in den ersten Tagen engmaschig überwacht und früh gefördert.

  • Notruf 112
  • Überwachung rund um die Uhr
  • Neurologische Reha in der Klinik

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  • 112Notruf, auch wenn die Zeichen abklingen
  • FASTGesicht, Arme, Sprache – dann zählt die Zeit
  • CTzeigt, ob Gerinnsel oder Blutung
  • 24 hÜberwachung mindestens, oft einige Tage

Abläufe nach der Leitlinie. Welche Klinik angefahren wird, entscheidet der Rettungsdienst.

Der Schlaganfall

Wenn dem Gehirn Blut fehlt.

Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr ausreichend durchblutet. Meist verschließt ein Blutgerinnsel ein Gefäß, dann sprechen Ärztinnen und Ärzte von einem Hirninfarkt. Seltener reißt ein Gefäß, und Blut tritt ins Gehirn aus. Ohne Durchblutung fehlt den Nervenzellen Sauerstoff; je länger das dauert, desto mehr Gewebe geht verloren. Fachleute fassen das in drei Worte: Zeit ist Hirn.

Typisch ist, dass die Zeichen schlagartig auftreten: eine Lähmung oder Taubheit auf einer Körperseite, ein hängender Mundwinkel, Sprach- oder Verständnisstörungen, Sehstörungen, Schwindel mit unsicherem Gang oder ein plötzlicher, sehr heftiger Kopfschmerz. Der FAST-Test hilft bei der Einschätzung: Face – die Person lächeln lassen, Arms – beide Arme nach vorn strecken lassen, Speech – einen einfachen Satz nachsprechen lassen. Fällt eine Prüfung auffällig aus, heißt es Time: sofort die 112 wählen.

Auch Zeichen, die nach Minuten wieder verschwinden, gehören sofort in ärztliche Hände. Eine solche vorübergehende Durchblutungsstörung kann einem Schlaganfall vorausgehen. Die Leitlinie der Fachgesellschaften empfiehlt deshalb, Menschen mit Schlaganfall und mit kürzlich abgeklungenen Zeichen auf einer Stroke Unit zu behandeln – unabhängig von Alter und Schwere.

Die Stroke Unit ist eine Station für die ersten Tage nach dem Schlaganfall. Blutdruck, Herzrhythmus, Atmung, Sauerstoff, Blutzucker und Temperatur werden laufend überwacht, damit Verschlechterungen oder ein erneuter Schlaganfall früh auffallen. Parallel wird nach der Ursache gesucht, und Pflege und Therapie beginnen, sobald es der Zustand erlaubt. So verbindet die Station Akutbehandlung, Abklärung und den ersten Schritt zurück in den Alltag.

Die Stroke Unit

Was die Station leistet.

Überwachen

Monitore zeichnen Blutdruck, Herzrhythmus, Atmung und Sauerstoff ohne Unterbrechung auf. So fällt früh auf, wenn sich der Kreislauf oder die Beschwerden verändern.

Ursache finden

Ultraschall der Hals- und Hirngefäße, eine EKG-Überwachung über mehrere Tage und ein Herzultraschall zeigen, woher das Gerinnsel kam. Danach richtet sich die Vorbeugung.

Früh fördern

Vor dem ersten Essen wird das Schlucken geprüft. Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie üben Bewegung, Sprache und Alltag, sobald es der Zustand erlaubt.

Die Rettungskette

Von den ersten Zeichen bis zur Reha.

Jede Station hat eine eigene Aufgabe. Je reibungsloser die Übergaben laufen, desto früher beginnt die Behandlung.

  1. Notruf

    Wer Zeichen eines Schlaganfalls bemerkt, wählt die 112, merkt sich die Uhrzeit und bleibt bei der betroffenen Person. Essen und Trinken sind tabu, weil das Schlucken gestört sein kann.

  2. Rettungsdienst

    Das Team prüft Bewusstsein, Kreislauf und Blutzucker, fährt eine Klinik mit Stroke Unit an und meldet die Person dort vorab an.

  3. Notaufnahme

    Neurologische Untersuchung, Blutabnahme, EKG und eine Computertomografie des Kopfes. Sie zeigt, ob ein Gerinnsel oder eine Blutung die Ursache ist.

  4. Akuttherapie

    Bei einem Gerinnsel kann eine Lyse das Gefäß wieder öffnen; ist eine große Hirnarterie verschlossen, kommt die Verlegung zur Katheterbehandlung in ein Zentrum infrage. Bei einer Blutung stehen Blutdruck und Überwachung im Vordergrund.

  5. Stroke Unit

    Einige Tage Überwachung, Suche nach der Ursache, Schlucktest und früh beginnende Therapie. Die Vorbeugung eines weiteren Schlaganfalls wird eingeleitet.

  6. Danach

    Weiterbehandlung auf der Normalstation, dann nach Hause oder in eine neurologische Rehabilitation. Die hausärztliche Praxis führt die Vorbeugung fort.

Versicherung

Im Notfall zählt die Versorgung.

Gesetzlich versichert

Notfall und Stroke Unit sind Kassenleistung.

Rettungsdienst, Notaufnahme, die Behandlung auf der Stroke Unit und der weitere Aufenthalt im Krankenhaus gehören zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. In Wertheim ist die Stroke Unit Teil des Bürgerspitals, eines Plankrankenhauses.

Den Übergang in eine Rehabilitation bereitet das Entlassmanagement des Krankenhauses gemeinsam mit Ihnen vor.

Privat versichert oder selbst zahlend

Die Akutversorgung ist für alle gleich.

Abgerechnet wird nach den Bedingungen der privaten Krankenversicherung und der Beihilfe oder direkt mit Selbstzahlerinnen und Selbstzahlern.

Auch privat Versicherte werden auf derselben Stroke Unit versorgt. Für den weiteren Aufenthalt steht ihnen und Selbstzahlenden die Main-Tauber-Klinik offen, die Privatklinik unter demselben Dach.

Fachärztinnen und Fachärzte

Ihre Ärztinnen und Ärzte.

Auf der Stroke Unit arbeiten Neurologie, Innere Medizin, eigens weitergebildete Pflege und Therapie zusammen. Genannt sind die Fachärztin und der Facharzt für Neurologie des Bürgerspitals; beide gehören auch zum Team der Main-Tauber-Klinik.

  • Alexander NickelFacharzt für NeurologieWertheim
  • Dr. med. Sandra RückertFachärztin für NeurologieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Was ist bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu tun?

Die 112 wählen und den Verdacht auf einen Schlaganfall nennen. Die Uhrzeit notieren, zu der die Zeichen begonnen haben oder die Person zuletzt ohne Beschwerden gesehen wurde. Nichts zu essen oder zu trinken geben, den Oberkörper leicht erhöht lagern, bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung die stabile Seitenlage. Den Medikationsplan bereitlegen.

Die Zeichen sind wieder verschwunden – trotzdem 112?

Ja. Eine vorübergehende Durchblutungsstörung, kurz TIA, kann einem Schlaganfall vorausgehen; das Risiko ist in den folgenden Tagen erhöht. Die Ursache sollte deshalb sofort gesucht werden, am besten auf einer Stroke Unit.

Wie lange bleibt man auf der Stroke Unit?

Meist nur wenige Tage. Wie lange genau, hängt von Schwere und Ursache des Schlaganfalls, von Komplikationen und Begleiterkrankungen ab. Danach geht es auf die Normalstation, nach Hause oder in eine Rehabilitation.

Was bedeutet „lokale Stroke Unit“?

Baden-Württemberg ordnet seine Schlaganfallstationen in drei Stufen: überregionale Zentren, regionale Schwerpunkte und lokale Stationen. Das Bürgerspital ist im Krankenhausplan mit einer lokalen Stroke Unit ausgewiesen. Sie versorgt Schlaganfälle wohnortnah; Kathetereingriffe übernehmen Zentren, mit denen sie zusammenarbeitet.

Werden in Wertheim auch Hirnblutungen behandelt?

Ja. Bei einer Hirnblutung stehen eine vorsichtige Senkung des Blutdrucks und die engmaschige Überwachung im Vordergrund, wenn nötig auf der Intensivstation. Muss operiert werden, wird in eine neurochirurgische Klinik verlegt.

Wie geht es nach der Stroke Unit weiter?

Viele brauchen eine neurologische Rehabilitation, um Bewegung, Sprache und Selbstständigkeit wieder zu trainieren. Im Wertheimer Krankenhausgebäude betreibt der Partner Mediclin eine neurologische Reha-Klinik. Wie weit sich Fähigkeiten erholen, ist individuell verschieden.

Wie lässt sich einem weiteren Schlaganfall vorbeugen?

Mit gut eingestelltem Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten, mit Bewegung, einem Rauchstopp und wenig Alkohol. Je nach Ursache kommen Medikamente hinzu, die die Blutgerinnung hemmen, etwa bei Vorhofflimmern. Diese Vorbeugung beginnt schon auf der Stroke Unit.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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