Reflux-Operation bei Zwerchfell­bruch.

Wenn Sodbrennen trotz Medikamenten bleibt oder ein großer Zwerchfellbruch Beschwerden macht, kann eine Operation helfen. Der Magen wird zurückverlagert, die Lücke im Zwerchfell eingeengt und der Mageneingang mit einer Manschette verstärkt.

  • Chirurgie und Gastroenterologie
  • Schlüssellochtechnik
  • Kasse im Bürgerspital

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  • 5–10 mmmessen die kleinen Zugänge in der Bauchdecke
  • 1–5Nächte im Krankenhaus, je nach Befund
  • 1–2Wochen bis zu leichter Arbeit
  • 4–6Wochen ohne Sport und schweres Heben

Richtwerte der Viszeralchirurgie für minimalinvasive Eingriffe. Ihren persönlichen Plan klärt das Vorgespräch.

Reflux und Zwerchfellbruch

Wenn Magensaft zurückfließt.

Am Übergang von der Speiseröhre in den Magen sitzt ein Verschluss, der Speisebrei und Magensaft im Magen hält. Arbeitet er nicht zuverlässig, steigt saurer Inhalt immer wieder nach oben. Typisch sind Sodbrennen, ein Brennen hinter dem Brustbein und saures Aufstoßen, oft nach dem Essen oder im Liegen. Manche spüren eher Husten, Heiserkeit oder Druck beim Schlucken. Von einer Refluxkrankheit spricht man, wenn die Beschwerden den Alltag spürbar belasten oder die Schleimhaut Schaden nimmt.

Häufig steckt ein Zwerchfellbruch dahinter, fachlich Hiatushernie. Die Speiseröhre tritt durch eine Öffnung im Zwerchfell, den Hiatus, in den Bauchraum. Weitet sich diese Lücke, gleitet der Mageneingang ein Stück nach oben in den Brustraum, und der Verschluss verliert die Stütze des Zwerchfells. Seltener schiebt sich ein Teil des Magens neben der Speiseröhre hoch, im Extremfall fast der ganze Magen. Solche großen Brüche verursachen oft Druck nach dem Essen, Völlegefühl oder Schluckbeschwerden.

Am Anfang stehen meist Allgemeinmaßnahmen und säurehemmende Medikamente. Bei Übergewicht kann Abnehmen viel bewirken, bei nächtlichen Beschwerden helfen ein erhöhtes Kopfende und der Verzicht auf späte Mahlzeiten. Eine Operation kommt nach der aktuellen Leitlinie infrage, wenn der Reflux seit Langem gesichert ist, Komplikationen wie eine schwere Entzündung oder eine Engstelle bestehen oder Medikamente nicht vertragen werden oder nicht ausreichend helfen. Große Brüche neben der Speiseröhre, die Beschwerden machen, sollten operiert werden.

Operiert wird in aller Regel in Schlüssellochtechnik. Der hochgerutschte Magenanteil wird in den Bauch zurückverlagert und die geweitete Zwerchfelllücke mit Nähten eingeengt, die Hiatoplastik. Anschließend wird der obere Teil des Magens als Manschette um das Ende der Speiseröhre gelegt, die Fundoplikatio: ganz herum nach Nissen oder zu etwa drei Vierteln nach Toupet. Welche Form passt, hängt auch davon ab, wie kräftig die Speiseröhre arbeitet.

Die Operation

Was der Eingriff leisten kann.

Zurückholen

Der Teil des Magens, der durch das Zwerchfell nach oben gerutscht ist, kommt zurück in den Bauchraum. Bei größeren Brüchen wird der Bruchsack entfernt.

Einengen

Nähte verkleinern die geweitete Öffnung im Zwerchfell, damit der Magen nicht erneut hindurchgleitet. Ein Netz zur Verstärkung wird nur bei großen Lücken erwogen.

Verstärken

Eine Manschette aus dem oberen Magenanteil umschließt das Ende der Speiseröhre ganz oder teilweise. Sie stützt den Verschluss, der den Rückfluss bremst.

Der Weg

Erst Klarheit, dann die Operation.

Vor einer Refluxoperation muss der Reflux sicher nachgewiesen sein, und die Befunde müssen zur Operation passen. Das braucht etwas Zeit und schützt vor einem Eingriff, der nicht helfen würde.

  1. Magenspiegelung

    Sie zeigt Entzündungen, Engstellen oder Veränderungen der Schleimhaut und macht einen Zwerchfellbruch sichtbar. Gewebeproben klären auffällige Stellen.

  2. Messungen

    Eine dünne Sonde durch die Nase erfasst über 24 Stunden, wie oft Mageninhalt zurückfließt und ob das zu den Beschwerden passt. Eine Druckmessung schließt Bewegungsstörungen der Speiseröhre aus, die gegen eine Operation sprechen können.

  3. Entscheidung

    Chirurgie und Gastroenterologie wägen gemeinsam ab. Im Aufklärungsgespräch geht es um Ablauf, Risiken und Alternativen, auch um den weiteren Weg mit Medikamenten.

  4. Operation

    In Vollnarkose, meist in Schlüssellochtechnik über wenige kleine Zugänge. Nach dem Eingriff geht es über den Aufwachraum auf die Station.

  5. Erste Wochen

    Bewegung ist von Anfang an erwünscht. Bis das Schlucken wieder leichtfällt, steht weiche Kost auf dem Plan; das dauert meist einige Wochen.

  6. Nachsorge

    Schweres Heben und Sport warten einige Wochen. Bleiben Schluckbeschwerden oder kommen neue Beschwerden hinzu, wird das zügig abgeklärt.

Versicherung

Wer die Operation bezahlt.

Gesetzlich versichert

Leistung der Krankenkasse.

Ist die Operation medizinisch angezeigt – etwa bei gesichertem Reflux, den Medikamente nicht ausreichend lindern, oder bei einem großen Zwerchfellbruch mit Beschwerden –, trägt die gesetzliche Krankenversicherung Eingriff und Aufenthalt im Bürgerspital Wertheim, einem Plankrankenhaus.

Zum ersten Termin gehören die Versichertenkarte, falls vorhanden eine Überweisung, Vorbefunde und der aktuelle Medikamentenplan.

Privat versichert oder selbst zahlend

Nach Tarif oder Absprache.

Private Krankenversicherungen erstatten die medizinisch notwendige Operation nach ihrem Tarif. Privatversicherte und Selbstzahlende können sich auch in der Main-Tauber-Klinik operieren lassen, einer Privatklinik unter demselben Dach.

Wer selbst zahlt, stimmt die Kosten vorab mit der Klinik ab.

Fachärztinnen und Fachärzte

Die Operateurinnen und Operateure.

Refluxoperationen übernehmen Fachärzte aus der Allgemein- und Viszeralchirurgie, die in beiden Kliniken in Wertheim operieren. Reflux und Zwerchfellbruch zählen dort zu den häufig behandelten Erkrankungen.

  • Maksims MargolinsFacharzt für AllgemeinchirurgieWertheim
  • Dr. med. Gerhard SchüderFacharzt für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie / Facharzt für spezielle VisceralchirurgieWertheim
  • Rangel ShahanskiFacharzt für AllgemeinchirurgieWertheim
  • Mohamad ShalabiFacharzt für Allgemein- und VisceralchirurgieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Reichen Medikamente nicht aus?

Für viele ja: Säurehemmende Medikamente lindern die Beschwerden meist gut. Die Operation ist eine Alternative für ausgewählte Patientinnen und Patienten, etwa wenn Beschwerden trotz richtiger Einnahme bleiben oder keine lebenslange Einnahme gewünscht ist. Bei starkem Übergewicht kann statt der Manschette ein Magenbypass infrage kommen.

Muss jeder Zwerchfellbruch operiert werden?

Nein. Ein kleiner Gleitbruch ohne Beschwerden braucht keine Operation. Selten klemmt sich ein großer Bruch ein: Plötzliche starke Schmerzen in Oberbauch oder Brust mit Würgen ohne Erbrechen sind ein Notfall – dann sofort eine Notaufnahme aufsuchen oder den Rettungsdienst unter 112 rufen.

Wie lange bleibe ich im Krankenhaus?

Meist wenige Tage, je nach Größe des Bruchs und Verlauf. Getrunken wird oft schon am Tag der Operation, danach wird die Kost Schritt für Schritt aufgebaut.

Kann ich danach normal essen?

Nach einer Übergangszeit in aller Regel ja. Anfangs rutschen feste Bissen schwerer, weil das Gewebe am Mageneingang noch geschwollen ist. Weiche Kost, gründliches Kauen und kleinere Portionen helfen über diese Zeit.

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?

Recht häufig sind Schluckbeschwerden, Blähungen und Probleme beim Aufstoßen, vor allem in der ersten Zeit. Wie bei jeder Bauchoperation sind Blutungen, Infektionen und Verletzungen benachbarter Organe möglich, aber selten. Nur selten machen anhaltende Beschwerden einen weiteren Eingriff nötig.

Kann der Reflux wiederkommen?

Ja. Auch nach einer gelungenen Operation können Beschwerden oder der Bruch mit den Jahren zurückkehren. Dann werden meist zuerst wieder Medikamente eingesetzt; über einen erneuten Eingriff wird erst nach gründlicher Abklärung gemeinsam entschieden.

Schützt die Operation vor Barrett oder Krebs?

Das ist nicht belegt. Operiert wird wegen der Beschwerden und Folgen des Refluxes. Ein bekannter Barrett-Ösophagus braucht auch nach der Operation seine regelmäßigen Kontrollspiegelungen.

Zahlt die Krankenkasse die Operation?

In der Regel ja: Eine medizinisch angezeigte Refluxoperation ist Kassenleistung und findet für gesetzlich Versicherte im Bürgerspital Wertheim statt. Privatversicherte erhalten die Erstattung nach ihrem Tarif, auch in der Main-Tauber-Klinik.

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  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
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    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
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    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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