Die Pneumologie, auf Deutsch Lungenheilkunde, ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit den Atemwegen von der Luftröhre bis in die feinsten Verzweigungen der Bronchien, mit dem Lungengewebe und mit dem Rippenfell, das die Lunge umhüllt. Auch Störungen der Atmung im Schlaf gehören dazu. Erkrankungen der Atemwege sind ein sehr häufiger Grund, ärztliche Hilfe zu suchen.
Zwei chronische Erkrankungen stehen im Mittelpunkt. Beim Asthma sind die Bronchien dauerhaft entzündet und überempfindlich: Auf Reize wie Allergene, kalte Luft, Infekte oder Anstrengung verengen sie sich. Es kommt zu anfallsartiger Atemnot, pfeifendem Atem und Husten, oft nachts oder am frühen Morgen. Die COPD, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, entwickelt sich meist nach vielen Jahren des Rauchens. Husten mit Auswurf und Atemnot, zunächst nur bei Belastung, nehmen langsam zu; ein Infekt kann sie plötzlich verschlimmern.
Akut sind es vor allem Infektionen. Eine Lungenentzündung zeigt sich meist mit Fieber, Husten, Atemnot und Schmerzen beim Atmen, bei älteren Menschen manchmal nur mit Schwäche oder Verwirrtheit. Eine akute Bronchitis wird überwiegend von Viren ausgelöst und heilt in der Regel von selbst. Atemnot kann allerdings auch vom Herzen ausgehen oder von einem Blutgerinnsel in der Lunge. Deshalb wird bei unklarer Luftnot meist auch das Herz untersucht.
Hält ein Husten länger als acht Wochen an, gilt er als chronisch und sollte abgeklärt werden. Früher gehört er in ärztliche Hände, wenn Blut im Auswurf, Fieber, ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder zunehmende Atemnot hinzukommen – und wenn sich bei Raucherinnen und Rauchern ein gewohnter Husten verändert. Viele Ursachen lassen sich gezielt behandeln, sobald sie erkannt sind.