Hämorrhoiden­behandlung nach Schweregrad.

Vergrößerte Hämorrhoiden sind weit verbreitet und kein Grund, Beschwerden lange hinzunehmen. Welche Behandlung passt, richtet sich nach dem Schweregrad: von weicherem Stuhlgang über die Gummibandligatur bis zur Operation.

  • Zwei Kliniken in Wertheim
  • Kasse im Bürgerspital
  • Frühe Grade meist ambulant

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  • 4Grade, nach denen sich die Behandlung richtet
  • AmbulantGummibandligatur, ohne Narkose
  • 1–2Nächte in der Klinik nach HAL-RAR, meist
  • 1–3Wochen bis zur Heilung, je nach Verfahren

Richtwerte der Kliniken. Den persönlichen Plan besprechen Sie in der Sprechstunde.

Das Hämorrhoidalleiden

Weit verbreitet, kein Grund zu schweigen.

Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Es sind gut durchblutete Gefäßpolster am Übergang vom Enddarm zum After, die gemeinsam mit dem Schließmuskel den Darm fein abdichten. Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man erst, wenn sich diese Polster dauerhaft vergrößern und Beschwerden machen – das betrifft etwa jeden zweiten Erwachsenen irgendwann im Leben.

Typische Zeichen sind hellrote Blutspuren am Toilettenpapier, Juckreiz, Brennen, Nässen oder ein Fremdkörpergefühl. Die Vergrößerung begünstigen vor allem starkes Pressen bei Verstopfung, ballaststoffarme Kost, langes Sitzen, Übergewicht und wenig Bewegung, außerdem Schwangerschaften, ein schwaches Bindegewebe und das Alter.

Unterschieden werden vier Grade. Bei Grad I sind die Polster vergrößert, aber von außen nicht zu sehen. Bei Grad II treten sie beim Pressen hervor und ziehen sich von selbst zurück. Bei Grad III gleiten sie nicht mehr allein zurück, lassen sich aber zurückschieben; bei Grad IV liegen sie dauerhaft vor. Der Grad bestimmt den Weg: von der Selbsthilfe bis zum Eingriff.

Nicht jede Beschwerde am After ist ein Hämorrhoidalleiden. Ein plötzlicher, schmerzhafter Knoten ist häufig eine Analvenenthrombose, stechende Schmerzen beim Stuhlgang sprechen eher für einen kleinen Einriss der Schleimhaut, die Analfissur. Blut kann zudem auf andere, manchmal ernstere Erkrankungen des Darms hinweisen. Deshalb gehört jede Blutung einmal ärztlich abgeklärt – mit einer Untersuchung, die meist einfacher ist als befürchtet.

Die Behandlung

Stufe für Stufe behandeln.

Entlasten

Weicher Stuhl, der ohne Pressen kommt, nimmt Druck von den Polstern. Ballaststoffe, genug Flüssigkeit und Bewegung sind die Grundlage jeder Behandlung.

Abbinden

Bei Grad I und II werden vergrößerte Polster meist in der Sprechstunde verödet oder mit einem kleinen Gummiring abgebunden – ohne Narkose.

Raffen

Bei Grad III und IV ist meist eine Operation nötig. HAL-RAR unterbindet die zuführenden Arterien und rafft vorgefallenes Gewebe zurück, ohne es zu entfernen.

Der Weg

Von der Sprechstunde bis zur Nachsorge.

Zuerst wird geklärt, ob wirklich Hämorrhoiden hinter den Beschwerden stecken und welcher Grad vorliegt. Danach fällt die Entscheidung über die Behandlung.

  1. Gespräch

    Beschwerden, Stuhlgewohnheiten, Vorerkrankungen und Medikamente werden in Ruhe besprochen, etwa gerinnungshemmende Mittel. Auch Fragen, die unangenehm erscheinen, haben hier ihren Platz.

  2. Untersuchung

    Betrachtung, vorsichtiges Tasten und meist eine Proktoskopie, die Spiegelung des Analkanals mit einem kleinen Instrument. Das dauert nur wenige Minuten.

  3. Abklärung

    Ist die Ursache einer Blutung nicht eindeutig, ergänzt eine Darmspiegelung die Untersuchung, um andere Erkrankungen auszuschließen.

  4. Ambulant behandeln

    Bei der Verödung lässt ein eingespritztes Mittel die Polster schrumpfen, bei der Ligatur fällt das abgebundene Gewebe nach einigen Tagen von selbst ab. Manchmal sind mehrere Sitzungen nötig.

  5. Operation

    Bei Grad III und IV in Narkose, als HAL-RAR oder als Entfernung des überschüssigen Gewebes, meist mit ein bis zwei Nächten in der Klinik.

  6. Nachsorge

    Weicher Stuhlgang und sanfte Pflege mit klarem Wasser unterstützen die Heilung. Kontrolltermine in der Sprechstunde begleiten sie.

Kasse oder Selbstzahlung

Wer die Kosten trägt.

Gesetzlich versichert

Kassenleistung im Bürgerspital Wertheim.

Abklärung und medizinisch notwendige Behandlung – von der Untersuchung über Verödung und Ligatur bis zur Operation – übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. Gesetzlich Versicherte werden dafür im Bürgerspital behandelt, dem Plankrankenhaus am Standort.

Für die Sprechstunde ist in der Regel eine Überweisung nötig; Termine gibt es nach Vereinbarung.

Privat versichert oder selbst zahlend

Zusätzlich in der Main-Tauber-Klinik.

Für privat Versicherte ist die medizinisch notwendige Behandlung ebenso eine Leistung ihrer Krankenversicherung.

Wer privat versichert ist oder selbst zahlt, kann außer dem Bürgerspital auch die Main-Tauber-Klinik wählen – eine Privatklinik, die in das Bürgerspital eingebettet ist. Bei Selbstzahlung richten sich die Kosten nach Befund und Verfahren.

Fachärztinnen und Fachärzte

Die Operateurinnen und Operateure.

In Wertheim gehört die Proktologie zur Klinik für Chirurgie: Sprechstunde, ambulante Verfahren und Operationen liegen in der Hand der Allgemein- und Visceralchirurgie. Unter jedem Namen steht der Standort.

  • Maksims MargolinsFacharzt für AllgemeinchirurgieWertheim
  • Dr. med. Gerhard SchüderFacharzt für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie / Facharzt für spezielle VisceralchirurgieWertheim
  • Rangel ShahanskiFacharzt für AllgemeinchirurgieWertheim
  • Mohamad ShalabiFacharzt für Allgemein- und VisceralchirurgieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Ist die Untersuchung unangenehm?

Sie ist in der Regel gut auszuhalten und nach wenigen Minuten vorbei. Untersucht wird in geschützter Atmosphäre, und auf Anspannung wird Rücksicht genommen.

Wann sollte ich Beschwerden abklären lassen?

Bei jeder sichtbaren Blutung, bei anhaltendem Juckreiz oder Nässen, bei tastbaren Knoten und wenn Beschwerden trotz Selbsthilfe länger als zwei bis drei Wochen bleiben. Starke Schmerzen oder größere Blutmengen gehören zeitnah in ärztliche Hände.

Helfen Salben und Zäpfchen?

Sie können Juckreiz und Brennen für eine Weile lindern, bilden die vergrößerten Polster aber nicht zurück. Wer über Wochen immer wieder dazu greift, sollte die Ursache fachärztlich klären lassen.

Wie läuft eine Gummibandligatur ab?

Mit einem kleinen Instrument wird ein Gummiring oberhalb der schmerzempfindlichen Zone um das vergrößerte Polster gelegt. Ein Druck- oder Fremdkörpergefühl in den ersten Tagen ist häufig; wenn das Gewebe abfällt, kann es leicht bluten. Stärkere Blutungen sind selten und gehören sofort ärztlich angesehen.

Was ist das HAL-RAR-Verfahren?

Eine Operation, bei der kein Gewebe entfernt wird. Eine Ultraschallsonde (Doppler) spürt die Arterien auf, die die Polster versorgen; sie werden mit einer Naht unterbunden (HAL). Zugleich wird vorgefallenes Gewebe gerafft und an seinen Platz zurückverlagert (RAR). Der Eingriff erfolgt in Narkose.

Welche Risiken hat die Operation von Hämorrhoiden?

Möglich sind Nachblutungen, Schmerzen beim Stuhlgang in den ersten Tagen, vorübergehende Schwierigkeiten beim Wasserlassen und Entzündungen. Selten sind eine Verengung des Afters oder eine Schwächung der Feinabdichtung. Welche Risiken im Einzelfall zählen, wird vor dem Eingriff besprochen.

Können Hämorrhoiden wiederkommen?

Ja, nach Ligatur und HAL-RAR häufiger als nach einer Entfernung des Gewebes. Wer den Stuhlgang weich hält, nicht presst und langes Sitzen meidet, senkt das Risiko.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?

Ja, wenn sie medizinisch notwendig ist – bei gesetzlich wie privat Versicherten und unabhängig davon, ob verödet, abgebunden oder operiert wird.

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  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

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    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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