Darm­spiegelung mit Polypen­abtragung.

Die Darmspiegelung zeigt den gesamten Dickdarm von innen. Sie dient der Vorsorge ab 50 und der Abklärung von Beschwerden. Polypen, aus denen über Jahre Darmkrebs entstehen kann, lassen sich meist gleich dabei entfernen.

  • Vorsorge ab 50
  • Polypen meist gleich entfernt
  • Zwei Kliniken in Wertheim

5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Ab 50Vorsorge-Anspruch für Frauen und Männer
  • 10Jahre Abstand nach unauffälligem Befund
  • 15–45Minuten, je nach Darm und Zahl der Polypen
  • Vorabendund Morgen: Trinklösung zur Darmreinigung

Vorsorge nach den Regeln des G-BA, alle übrigen Angaben sind Richtwerte. Einzelheiten klärt das Aufklärungsgespräch.

Die Darmspiegelung

Den ganzen Dickdarm im Blick.

Bei der Darmspiegelung, der Koloskopie, wird ein biegsames Endoskop über den After eingeführt und bis zum Übergang in den Dünndarm vorgeschoben. Beim langsamen Zurückziehen wird die Darmwand Abschnitt für Abschnitt betrachtet. Damit sich die Falten glätten, leitet das Gerät Luft oder Kohlendioxid ein.

Darmkrebs entwickelt sich meist über viele Jahre aus zunächst gutartigen Wucherungen der Schleimhaut, den Polypen. Solche Vorstufen machen selten Beschwerden. Die Spiegelung kann sie aufspüren, und meist lassen sie sich noch während der Untersuchung entfernen. Deshalb kann die Koloskopie Darmkrebs nicht nur früh erkennen, sondern auch seiner Entstehung vorbeugen.

Seit dem 1. April 2025 gilt in der gesetzlichen Früherkennung für Frauen und Männer dasselbe: Ab 50 Jahren besteht Anspruch auf zwei Vorsorge-Darmspiegelungen im Abstand von mindestens zehn Jahren. Wer sich dagegen entscheidet, kann alle zwei Jahre einen Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl machen; ist er auffällig, folgt eine Spiegelung zur Abklärung. Die Krankenkassen laden mit 50, 55, 60 und 65 Jahren schriftlich dazu ein.

Auch unabhängig vom Alter hat die Darmspiegelung ihren Platz: wenn Blut im oder am Stuhl auffällt, sich die Stuhlgewohnheiten ohne erkennbaren Grund ändern, Bauchschmerzen oder Durchfälle anhalten oder eine Blutarmut ungeklärt bleibt. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen dient sie außerdem der regelmäßigen Kontrolle.

Die Untersuchung

Finden, entfernen, einordnen.

Finden

Polypen, Entzündungen, Divertikel – kleine Ausstülpungen der Darmwand – oder die Quelle einer Blutung werden direkt sichtbar, auch flache Veränderungen, die keine Beschwerden verursachen.

Entfernen

Sehr kleine Polypen lassen sich mit einer Zange abtragen, größere mit einer feinen Drahtschlinge. Große, flache Befunde brauchen manchmal eine eigene Technik und einen zweiten Termin.

Einordnen

Jedes abgetragene Gewebe geht ins Labor. Der Befund zeigt, ob es eine harmlose Wucherung oder eine Vorstufe war und ob sie vollständig entfernt ist.

Der Ablauf

Gut vorbereitet zur Spiegelung.

Die Reinigung des Darms ist der aufwendigste Teil der Untersuchung – und entscheidend dafür, dass auch kleine Befunde nicht übersehen werden.

  1. Aufklärung

    Im Gespräch vorab geht es um Ablauf, Sedierung und mögliche Komplikationen. Wer gerinnungshemmende Medikamente nimmt, erfährt, ob und wie lange sie pausiert werden – abgesetzt werden sie nur nach ärztlicher Rücksprache.

  2. Leichte Kost

    In den Tagen davor stehen leicht verdauliche Speisen auf dem Plan. Körner und Kerne, Vollkornbrot, Müsli, rohes Gemüse und Salat bleiben weg.

  3. Darmreinigung

    Am Vortag gibt es ab einem festgelegten Zeitpunkt nur noch klare Getränke. Eine Trinklösung, meist auf Vorabend und Morgen verteilt, spült den Darm, bis nur noch klare, gelbliche Flüssigkeit kommt.

  4. Spiegelung

    In Seitenlage, auf Wunsch in Sedierung, wird das Koloskop bis zum Blinddarm geführt, dem Anfang des Dickdarms. Auffällige Stellen werden fotografiert und dokumentiert.

  5. Erholung

    Bis die Sedierung abgeklungen ist, wird überwacht. Essen ist danach meist gleich wieder möglich; ein Blähgefühl verschwindet, sobald die Luft entweicht.

  6. Befund

    Das erste Ergebnis gibt es im Anschluss. Der Laborbefund der Polypen folgt einige Tage später und legt den Abstand zur nächsten Spiegelung fest.

Kasse und privat

Vorsorge und Abklärung als Kassenleistung.

Gesetzlich versichert

Früherkennung ab 50, Abklärung bei Beschwerden.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Vorsorge-Darmspiegelung ab 50 nach den Regeln des Gemeinsamen Bundesausschusses. Bei Beschwerden, nach einem auffälligen Stuhltest oder zur Kontrolle nach entfernten Polypen ist die Spiegelung ebenfalls Kassenleistung, Abtragung und Laboruntersuchung der Polypen eingeschlossen.

Kassenpatientinnen und -patienten kommen in Wertheim ins Bürgerspital, das Plankrankenhaus der beiden Kliniken.

Privat versichert oder selbst zahlend

Erstattung nach dem jeweiligen Tarif.

Private Krankenversicherungen tragen Vorsorge- und Abklärungsspiegelungen nach ihren Tarifbedingungen.

Privat Versicherte und Selbstzahlende haben in Wertheim die Wahl zwischen Bürgerspital und Main-Tauber-Klinik, die als Privatklinik zum selben Standort gehört.

Fachärztinnen und Fachärzte

Ihre Ärztinnen und Ärzte.

Darmspiegelungen und das Abtragen von Polypen liegen in Wertheim bei der Gastroenterologie; die Darmkrebsvorsorge ist ein Schwerpunkt der Klinik für Innere Medizin.

  • Mamoon Al HamedFacharzt für Innere Medizin & GastroenterologieWertheim
  • Mohammad Al RashdanFacharzt für Innere Medizin & GastroenterologieWertheim
  • Dr. med. Barbara John, FEBGHFachärztin für Innere Medizin & GastroenterologieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Darmspiegelung oder Stuhltest – was ist besser?

Beide gehören ab 50 zur gesetzlichen Früherkennung. Der Stuhltest ist einfach, sucht nach verborgenem Blut und wird alle zwei Jahre wiederholt. Nur die Spiegelung kann Vorstufen gleich entfernen; sie erfordert aber eine Darmreinigung und birgt etwas höhere Risiken. Welche Methode passt, ist eine persönliche Abwägung.

Was gilt, wenn Darmkrebs in der Familie vorkommt?

Wer einen Elternteil, ein Geschwister oder ein Kind mit Darmkrebs hat, trägt selbst ein erhöhtes Risiko. Die Leitlinie empfiehlt dann die erste Spiegelung zehn Jahre vor dem Alter, in dem die Erkrankung beim Angehörigen auftrat, spätestens mit 40. Den passenden Zeitpunkt klärt das ärztliche Gespräch.

Warum ist die Darmreinigung so wichtig?

Nur in einem sauberen Darm sind auch kleine und flache Polypen zu erkennen; bleiben Reste, kann eine Wiederholung nötig werden. Gut gekühlt lässt sich die Lösung für viele leichter trinken. Am Vorbereitungstag ist es sinnvoll, zu Hause und in der Nähe einer Toilette zu bleiben.

Spüre ich etwas von der Untersuchung?

Mit einer Sedierung, der sogenannten Schlafspritze, schlafen die meisten und bekommen wenig mit. Ohne sie können das Vorschieben des Geräts und das Aufweiten mit Luft Druck und Krämpfe auslösen. Die Sedierung kann die Untersuchung zudem gründlicher machen, weil sich der entspannte Darm vollständiger beurteilen lässt.

Welche Komplikationen sind bei der Darmspiegelung möglich?

Am häufigsten sind Blutungen nach dem Abtragen eines Polypen; meist werden sie noch während der Spiegelung gestillt, selten treten sie erst Tage später auf. Ein Durchbruch der Darmwand ist selten, kann aber eine Operation erfordern. Hinzu kommen mögliche Nebenwirkungen des Schlafmittels auf Atmung und Kreislauf, auf die das Team während der Überwachung achtet. Starke Bauchschmerzen, Fieber oder Blut im Stuhl nach der Untersuchung gehören sofort in ärztliche Hände.

Wann steht die nächste Spiegelung an?

Nach einem unauffälligen Befund in zehn Jahren. Wurden Polypen entfernt, richtet sich der Abstand nach ihrer Zahl, Größe und dem Laborbefund – nach der aktuellen Leitlinie meist drei bis zehn Jahre, bei vielen oder großen Polypen früher.

Darf ich nach der Spiegelung selbst nach Hause fahren?

Nach einer Sedierung nicht. Je nach verwendetem Mittel gelten zwölf bis 24 Stunden Pause für Autofahren, Maschinen und wichtige Entscheidungen; eine Begleitperson sollte abholen.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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