Bandscheiben­vorfall in Mikro­chirurgie.

Meist bessert sich ein Bandscheibenvorfall ohne Operation. Bleibt der Schmerz im Bein trotz Behandlung oder lässt die Kraft nach, kann die mikrochirurgische Entfernung den Nerv entlasten – über einen Schnitt von zwei bis drei Zentimetern.

  • Zwei Kliniken in Wertheim
  • Kassenleistung im Bürgerspital
  • Fünf Operateure

5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • 6–12Wochen Therapie, dann wird eine OP geprüft
  • 45–90Minuten dauert der Eingriff, in Vollnarkose
  • 2–3Zentimeter lang ist der Hautschnitt
  • 1Tag danach stehen die meisten wieder auf
  • 1–2Wochen bis zur Büroarbeit, je nach Verlauf

Richtwerte aus Klinik und Leitlinie; bei Lähmungen wird früher entschieden. Den persönlichen Plan besprechen Sie im Vorgespräch.

Der Bandscheibenvorfall

Wenn Gewebe auf den Nerv drückt.

Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben: ein fester Faserring mit einem weichen, gallertartigen Kern. Sie federn Stöße ab und halten die Wirbelsäule beweglich. Mit den Jahren verlieren sie Wasser und Elastizität. Reißt der Faserring ein, kann Material aus dem Kern austreten und auf eine Nervenwurzel drücken – das ist der Bandscheibenvorfall. Am häufigsten betrifft er die Lendenwirbelsäule, seltener den Hals.

Typisch ist ein Schmerz, der vom Rücken ins Bein zieht, oft bis unter das Knie, und der stärker sein kann als der Rückenschmerz selbst. Dazu kommen Kribbeln, Taubheit oder Schwäche, etwa beim Anheben des Fußes. Sitzt der Vorfall an der Halswirbelsäule, strahlen die Beschwerden in Schulter und Arm aus.

Bei den meisten Betroffenen klingen die Beschwerden innerhalb einiger Wochen ab: Oft baut der Körper das ausgetretene Gewebe teilweise ab, und die Reizung am Nerv lässt nach. Deshalb steht am Anfang die konservative Behandlung mit Bewegung, Schmerzlinderung und Physiotherapie. Ohne Lähmungen oder Gefühlsstörungen ist ein MRT in den ersten zwei Wochen meist nicht nötig.

Eine Operation wird erwogen, wenn der Beinschmerz trotz konsequenter Behandlung über sechs bis zwölf Wochen nicht ausreichend nachlässt oder wenn eine Lähmung besteht oder zunimmt. Wie groß der Vorfall im Bild aussieht, entscheidet dabei nicht allein. Maßgeblich ist, ob Befund und Beschwerden zusammenpassen.

Die Operation

Was der Eingriff leisten kann.

Entlasten

Entfernt wird das vorgefallene Gewebe, das auf die Nervenwurzel drückt. Ziel ist vor allem, den ausstrahlenden Schmerz im Bein zu lindern.

Erhalten

Unter dem Operationsmikroskop wird nur herausgenommen, was drückt. Der gesunde Teil der Bandscheibe bleibt an seinem Platz.

Schützen

Bei deutlichen Lähmungen ist die Entlastung dringlich: Sie soll verhindern, dass der Nerv dauerhaft Schaden nimmt.

Der Weg

Von der Diagnose zur Entscheidung.

Eine Operation ist selten der erste Schritt. Entscheidend sind der Verlauf über einige Wochen, die Kraft in den Beinen und wie sehr der Schmerz den Alltag bestimmt.

  1. Untersuchung

    Kraft, Gefühl und Reflexe zeigen, welche Nervenwurzel betroffen ist. Ein MRT sichert den Befund, wenn die Beschwerden anhalten oder Ausfälle bestehen.

  2. Konservative Phase

    Bewegung statt Bettruhe, Schmerzmittel und Physiotherapie, bei Bedarf eine gezielte Spritze an die Nervenwurzel. In dieser Zeit bessern sich die meisten Beschwerden.

  3. Entscheidung

    Bleibt der Beinschmerz nach sechs bis zwölf Wochen trotz konsequenter Behandlung zu stark, wird die Operation besprochen. Bei zunehmender Lähmung oder einer Blasenstörung ist sie dringlich.

  4. Vorbereitung

    Aufklärung über Nutzen und Risiken, das Narkosegespräch und, wenn nötig, eine internistische Untersuchung.

  5. Operation

    In Vollnarkose und Bauchlage wird unter dem Mikroskop das Gewebe entfernt, das den Nerv bedrängt. Der Eingriff dauert meist 45 bis 90 Minuten.

  6. Nachsorge

    Aufstehen meist schon am Tag danach, dann Physiotherapie und ein Übungsprogramm für zu Hause, bei Bedarf eine Reha.

Gesetzlich oder privat versichert

Wer die Kosten trägt.

Gesetzlich versichert

Kassenleistung, wenn die Operation angezeigt ist.

Ist die Operation medizinisch angezeigt, trägt die gesetzliche Krankenversicherung Eingriff, Narkose und den Aufenthalt im Krankenhaus. Operiert wird dann im Bürgerspital Wertheim, dem Plankrankenhaus am Standort.

Zum Vorgespräch gehören die Versichertenkarte, eine Überweisung, falls vorhanden, der Medikamentenplan und vorhandene Befunde, vor allem die MRT-Bilder.

Privat versichert oder selbst zahlend

Nach Tarif oder auf eigene Rechnung.

Für privat Versicherte ist die medizinisch notwendige Operation eine Leistung ihrer Versicherung. Sie und Selbstzahlende können sich auch in der Main-Tauber-Klinik behandeln lassen, der Privatklinik im selben Gebäude.

Im Bürgerspital gibt es auf Wunsch und je nach Verfügbarkeit Wahlleistungszimmer mit gehobener Ausstattung.

Fachärztinnen und Fachärzte

Die Operateurinnen und Operateure.

Operiert wird von Fachärzten für Neurochirurgie sowie für Orthopädie und Unfallchirurgie, die auf die Wirbelsäule spezialisiert sind. Alle arbeiten in Wertheim.

  • Dr. med. Joachim HarthFacharzt für NeurochirurgieWertheim
  • Dr. med. Mahmud Kadhem MBCHBFacharzt für NeurochirurgieWertheim
  • Ahmed SaberFacharzt für Orthopädie und UnfallchirurgieWertheim
  • Dr. med. Matthias Seibl-LevenFacharzt für NeurochirurgieWertheim
  • Dr. med. Stephan VögeliFacharzt für Unfallchirurgie & Orthopädie / Facharzt für spezielle UnfallchirurgieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Muss ein Bandscheibenvorfall operiert werden?

Meist nicht. Bei etwa 80 bis 90 von 100 Betroffenen bessern sich die Beschwerden mit der Zeit und mit konservativer Behandlung. Operiert wird, wenn das nicht reicht oder die Kraft deutlich nachlässt.

Wann ist ein Bandscheibenvorfall ein Notfall?

Wenn sich Blase oder Darm plötzlich nicht mehr kontrollieren lassen, das Gefühl im Gesäß- und Genitalbereich schwindet oder eine Lähmung rasch zunimmt. Das ist selten, gehört aber sofort in eine Notaufnahme – im Zweifel über den Rettungsdienst 112.

Hilft die Operation auch gegen Rückenschmerzen?

Ihr Ziel ist vor allem der ausstrahlende Schmerz im Bein, der vom bedrängten Nerv kommt. Kreuzschmerzen, die von der verschlissenen Bandscheibe oder den Wirbelgelenken ausgehen, können bleiben. Hier setzen Bewegung, Physiotherapie und Muskelaufbau an.

Kann die Bandscheibe erneut vorfallen?

Ja. Studien nennen nach einer Operation erneute Vorfälle an derselben Stelle bei etwa 3 bis 18 von 100 Operierten. Eine kräftige Rumpfmuskulatur und ein Übungsprogramm für zu Hause können die Wirbelsäule entlasten.

Welche Risiken hat der Eingriff?

Möglich sind Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen, eine Verletzung der Nervenhülle, aus der Nervenwasser austreten kann, und selten eine Schädigung der Nervenwurzel. Solche Komplikationen lassen sich oft gut behandeln; das Aufklärungsgespräch geht sie einzeln durch.

Wann kann ich wieder arbeiten und Sport treiben?

Wer im Sitzen arbeitet, kann das oft nach ein bis zwei Wochen wieder. Schwere körperliche Arbeit, Heben und Sport kommen später hinzu – schrittweise, nach ärztlicher Freigabe und individuell verschieden.

Kann ich vor der Operation eine zweite Meinung einholen?

Ja. Vor planbaren Eingriffen an der Wirbelsäule, auch vor der Entfernung von Bandscheibengewebe, haben gesetzlich Versicherte seit 2021 Anspruch auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung. Dafür zugelassene Fachärztinnen und Fachärzte nennt die Arztsuche unter 116117.de.

Übernimmt die Krankenkasse die Operation?

Ja, wenn sie medizinisch angezeigt ist; gesetzlich Versicherte werden dafür im Bürgerspital Wertheim operiert. Für privat Versicherte gilt ihr Tarif. Ob die Operation angezeigt ist, ergibt sich aus Verlauf, Untersuchung und Bildern.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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