Parkinson und Multiple Sklerose im Verlauf begleitet.

Parkinson und Multiple Sklerose sind verschiedene Erkrankungen des Nervensystems, die Menschen über viele Jahre begleiten. Heilbar sind sie bisher nicht. Behandeln lässt sich vieles: mit gut eingestellten Medikamenten, Therapie und Bewegung.

  • Sprechstunde auf Überweisung
  • Stationär bei Schub oder Einstellung
  • Reha-Klinik im selben Gebäude

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  • 3 Zeichenbei Parkinson: langsam, steif, Zittern in Ruhe
  • 24 hhält ein MS-Schub mindestens an
  • 3–5Tage dauert eine Schubtherapie meist
  • 150 Min.Ausdauertraining pro Woche, bei MS empfohlen

Richtwerte nach den Leitlinien. Den persönlichen Behandlungsplan legt die Neurologie mit Ihnen fest.

Die Erkrankungen

Zwei Erkrankungen des Nervensystems.

Bei der Parkinson-Krankheit gehen im Mittelhirn nach und nach Nervenzellen zugrunde, die den Botenstoff Dopamin bilden. Er wird für flüssige Bewegungen gebraucht. Typisch sind Bewegungen, die langsamer und kleiner werden, eine steife Muskulatur und ein Zittern in Ruhe, oft zuerst auf einer Körperseite. Schritte und Schrift werden kleiner, die Stimme leiser. Schon Jahre vorher können ein nachlassender Geruchssinn, Verstopfung oder ein unruhiger Schlaf auftreten, in dem Träume ausgelebt werden.

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark. Das Immunsystem greift die schützende Hülle der Nervenfasern an, an vielen Stellen entstehen Entzündungsherde. Entsprechend verschieden sind die Beschwerden: Sehstörungen, Kribbeln und Taubheit, Lähmungen, Gleichgewichts- und Blasenstörungen oder eine starke Erschöpfbarkeit. Meist verläuft sie anfangs in Schüben, die sich ganz oder teilweise zurückbilden; bei manchen nehmen die Beschwerden später auch ohne Schübe zu. Oft beginnt sie im jungen Erwachsenenalter.

Die Diagnose Parkinson stellt die Neurologie anhand der Beschwerden und einer genauen Untersuchung; eine Magnetresonanztomografie des Kopfes hilft, andere Ursachen auszuschließen. Bei Verdacht auf MS zeigt die Magnetresonanztomografie typische Herde in Gehirn und Rückenmark. Die Untersuchung des Nervenwassers und die Messung evozierter Potenziale, also der Leitungszeit von Nervenbahnen etwa des Sehnervs, stützen die Diagnose.

Heilen lassen sich beide Erkrankungen bisher nicht. Die Behandlung soll Beschwerden lindern und die Selbstständigkeit möglichst lange erhalten, bei MS zudem den Verlauf bremsen. Bei Parkinson gleichen Medikamente den Mangel an Dopamin aus; Dosis und Zeitpunkte werden über die Jahre immer wieder angepasst, in späteren Stadien kommen in spezialisierten Zentren auch Medikamentenpumpen oder eine tiefe Hirnstimulation infrage. Bei MS werden Schübe mit hochdosierten entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Eine Langzeittherapie, die auf das Immunsystem wirkt, soll Schübe seltener machen und das Fortschreiten verlangsamen.

Die Behandlung

Was die Therapie leisten soll.

Fein einstellen

Medikamente brauchen die passende Dosis zur passenden Zeit. Bei Parkinson werden sie über die Jahre an Schwankungen im Tagesverlauf angepasst, bei MS an Verlauf und Verträglichkeit.

Schübe behandeln

Ein MS-Schub wird möglichst bald behandelt, meist über drei bis fünf Tage. Bildet er sich nicht ausreichend zurück, kann eine erneute Behandlung oder eine Blutwäsche folgen.

Beweglich bleiben

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie üben Gang, Gleichgewicht, Handgeschick, Sprechen und Schlucken. Das soll Sicherheit im Alltag geben und Stürzen vorbeugen.

Der Weg

Von der Diagnose zur Begleitung.

Beide Erkrankungen verlaufen über Jahre. Die Behandlung wird deshalb immer wieder überprüft und angepasst.

  1. Überweisung

    Die Haus- oder Facharztpraxis überweist in die neurologische Sprechstunde. Vorbefunde, Bilder früherer Untersuchungen und der Medikationsplan gehören dazu.

  2. Untersuchung

    Gespräch, neurologische Untersuchung und Tests von Gang, Feinmotorik und Reflexen; je nach Frage eine Magnetresonanztomografie, eine Untersuchung des Nervenwassers oder evozierte Potenziale.

  3. Behandlungsplan

    Diagnose und Ziele werden besprochen: welche Medikamente, welche Therapien, welche Kontrollen – und was im Alltag hilft.

  4. Stationär, wenn nötig

    Bei einem schweren Schub, einer deutlichen Verschlechterung oder zur Neueinstellung der Medikamente kann ein Aufenthalt im Krankenhaus sinnvoll sein.

  5. Rehabilitation

    Eine neurologische Reha bündelt Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie, etwa nach einem Schub oder wenn die Beweglichkeit nachlässt.

  6. Begleitung

    Regelmäßige Kontrollen in der neurologischen Praxis oder Sprechstunde halten die Behandlung auf dem aktuellen Stand.

Versicherung

Behandlung auf lange Sicht.

Gesetzlich versichert

Diagnostik und Therapie sind Kassenleistung.

Untersuchungen, Medikamente, ein nötiger Aufenthalt im Krankenhaus und ärztlich verordnete Heilmittel wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie gehören zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. In Wertheim ist dafür das Bürgerspital da, das Plankrankenhaus.

Für die neurologische Sprechstunde genügt in der Regel eine Überweisung aus der Haus- oder Facharztpraxis.

Privat versichert oder selbst zahlend

Nach Tarif und Beihilfe.

Private Krankenversicherung und Beihilfe übernehmen die medizinisch notwendige Behandlung nach ihren Bedingungen.

Privat Versicherten und Selbstzahlenden steht in Wertheim zusätzlich die Main-Tauber-Klinik offen, die Privatklinik im selben Gebäude.

Fachärztinnen und Fachärzte

Ihre Ärztinnen und Ärzte.

Parkinson, Multiple Sklerose und andere Bewegungsstörungen behandeln in Wertheim die Fachärztin und der Facharzt für Neurologie des Bürgerspitals. Beide arbeiten auch in der Main-Tauber-Klinik.

  • Alexander NickelFacharzt für NeurologieWertheim
  • Dr. med. Sandra RückertFachärztin für NeurologieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Ist jedes Zittern Parkinson?

Nein. Häufiger ist ein Zittern, das vor allem beim Halten oder Greifen auftritt, etwa der sogenannte essenzielle Tremor. Auch Medikamente, eine Überfunktion der Schilddrüse oder Aufregung können Zittern auslösen. Typisch für Parkinson ist ein Zittern in Ruhe, zusammen mit verlangsamten Bewegungen.

Ist Parkinson erblich?

Meist nicht. Nur ein kleiner Teil der Erkrankungen geht auf veränderte Gene zurück, häufiger bei frühem Beginn. Ob eine genetische Beratung sinnvoll ist, klärt die Neurologie.

Woran erkenne ich einen MS-Schub?

An neuen oder deutlich stärker gewordenen Beschwerden, die mindestens 24 Stunden anhalten und nicht durch Fieber, Hitze oder einen Infekt erklärt sind. Melden Sie sich dann zeitnah in der neurologischen Praxis oder Klinik. Setzen Beschwerden schlagartig ein, etwa eine Lähmung oder Sprachstörung, gilt wie beim Schlaganfall: 112.

Wann ist ein Aufenthalt im Krankenhaus sinnvoll?

Bei einem schweren Schub, wenn die Wirkung der Medikamente über den Tag stark schwankt, wenn Stürze, Verwirrtheit oder Nebenwirkungen hinzukommen oder wenn ambulant keine gute Einstellung gelingt. Im Krankenhaus lässt sich über einige Tage beobachten, wie Dosis und Zeitpunkte wirken; Therapie kommt gleich dazu.

Hilft Bewegung wirklich?

Die Leitlinien empfehlen Physiotherapie und Training bei beiden Erkrankungen. Regelmäßige Bewegung kann Beweglichkeit, Gleichgewicht und Ausdauer fördern und Stürzen vorbeugen. Was passt, ist individuell verschieden; die Physiotherapie zeigt, wie es sicher gelingt.

Wie geht es nach dem Krankenhaus weiter?

Meist in der neurologischen Praxis, dazu mit Heilmitteln wie Physiotherapie oder Logopädie. Braucht es mehr, kommt eine neurologische Rehabilitation infrage. Im Wertheimer Krankenhausgebäude betreibt der Partner Mediclin eine neurologische Reha-Klinik.

Was können Angehörige tun?

Zu Terminen mitkommen, Veränderungen im Alltag notieren und bei Parkinson auf die pünktliche Einnahme der Medikamente achten, auch während eines Krankenhausaufenthalts. Selbsthilfegruppen bieten Austausch für Betroffene und Angehörige.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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