Endo­skopische Mukosa­resektion bei großen Polypen.

Große, flache Polypen und frühe, auf die Schleimhaut begrenzte Tumoren lassen sich oft ohne Operation entfernen. Bei der Mukosaresektion wird die Veränderung mit Flüssigkeit angehoben und über das Endoskop mit einer Schlinge abgetragen.

  • Ohne äußeren Schnitt
  • Für große, flache Polypen
  • Kasse im Plankrankenhaus

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  • Ab 2 cmmeist Abtragung in mehreren Stücken
  • Ambulantoder über Nacht, je nach Größe und Lage
  • 6Monate bis zur Kontrolle der Abtragungsstelle
  • Befundaus dem Labor bestimmt die weiteren Schritte

Richtwerte nach der S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom. Wie es bei Ihnen weitergeht, zeigt der Befund.

Die Mukosaresektion

Die Schleimhaut gezielt abtragen.

Die Mukosa ist die innerste Schicht der Wand von Speiseröhre, Magen und Darm. Viele Vorstufen von Darmkrebs und manche sehr frühen Tumoren wachsen zunächst nur in dieser Schicht. Die endoskopische Mukosaresektion, kurz EMR, trägt sie gezielt ab – über ein Endoskop und ohne äußeren Schnitt.

Für die meisten Polypen genügt bei der Darmspiegelung eine Zange oder eine einfache Schlinge. Große, flache oder breit aufsitzende Befunde liegen der Darmwand dagegen eng an und lassen sich so kaum vollständig erfassen. Für sie ist die EMR gedacht, im Dickdarm häufig bei Polypen ab etwa zwei Zentimetern. Auch in Speiseröhre und Magen kommt sie zum Einsatz, etwa bei Zellveränderungen in einem Barrett-Ösophagus, einer durch zurückfließende Magensäure veränderten Schleimhaut.

Zuerst wird unter die Veränderung Flüssigkeit gespritzt. Das Polster hebt die Schleimhaut von der tieferen Muskelschicht ab und schafft Abstand zur übrigen Darmwand. Eine Schlinge umfasst dann den Befund und trennt ihn mit Hochfrequenzstrom ab, kleinere in einem Stück, große meist in mehreren. Anschließend werden die Ränder verödet; blutungsgefährdete Stellen lassen sich mit kleinen Clips verschließen.

Jedes abgetragene Stück wird im Labor untersucht. Der Befund zeigt, ob eine gutartige Vorstufe oder ein früher Tumor vorlag und, wenn in einem Stück abgetragen wurde, ob der Rand frei ist. Besteht schon vor dem Eingriff der Verdacht, dass ein Tumor tiefer in die Wand reicht, kommen andere Wege infrage: die Submukosadissektion, bei der der Befund in einem Stück herausgelöst wird, oder eine Operation.

Die Behandlung

Was die EMR bewirken kann.

Erhalten

Große Polypen und frühe Tumoren der Schleimhaut werden über das Endoskop entfernt. Oft lässt sich so eine Operation am Darm vermeiden.

Klären

Der Laborbefund zeigt genau, was entfernt wurde. Er ist die Grundlage für jede weitere Entscheidung.

Nachsorgen

Kontrollspiegelungen prüfen die Stelle, an der abgetragen wurde. Kleine Reste, die nachwachsen, lassen sich in der Regel ebenfalls endoskopisch entfernen.

Der Weg

Vom Fund zur Kontrolle.

Meist fällt der Befund bei einer Spiegelung auf. Die Abtragung folgt dann oft in einem eigenen, gut vorbereiteten Termin.

  1. Beurteilung

    Größe, Lage und Form werden beschrieben und fotografiert. Das Muster von Oberfläche und Gefäßen gibt Hinweise, ob eine gutartige Vorstufe oder ein früher Tumor vorliegt.

  2. Planung

    Gemeinsam wird entschieden, ob die EMR das passende Verfahren ist. Das Aufklärungsgespräch umfasst Ablauf, Risiken und Alternativen; gerinnungshemmende Medikamente werden gezielt eingeplant.

  3. Vorbereitung

    Vor einem Eingriff im Darm ist eine gründliche Reinigung nötig, vor einem Eingriff in Speiseröhre oder Magen ein nüchterner Magen. Behandelt wird in der Regel in Sedierung, einem künstlichen Dämmerschlaf.

  4. Abtragung

    Unterspritzen, abtragen, Ränder behandeln – je nach Größe dauert das länger als eine einfache Spiegelung.

  5. Beobachtung

    Danach wird überwacht, nach großen Abtragungen manchmal über Nacht. Wer in den Tagen danach starke Schmerzen, Fieber oder Blut im Stuhl bemerkt, meldet sich umgehend.

  6. Kontrolle

    Wurde in mehreren Stücken abgetragen, wird die Stelle nach etwa sechs Monaten erneut gespiegelt und nach eineinhalb Jahren ein weiteres Mal. Alle weiteren Abstände richten sich nach dem Befund.

Versicherung

Wer die Behandlung trägt.

Gesetzlich versichert

Medizinisch notwendig und damit Kassenleistung.

Das Abtragen eines großen Polypen oder frühen Tumors ist eine medizinisch notwendige Behandlung. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt sie samt Laboruntersuchung, Kontrollspiegelungen und, falls nötig, dem Aufenthalt im Krankenhaus.

Kassenleistungen erbringt in Wertheim das Bürgerspital; ein Wahlleistungszimmer lässt sich dort auf Wunsch buchen, soweit eines frei ist.

Privat versichert oder selbst zahlend

Der Tarif entscheidet, beide Kliniken stehen offen.

Für Privatversicherte richtet sich die Erstattung nach ihrem Vertrag.

Die Main-Tauber-Klinik, eine private Klinik im Gebäude des Bürgerspitals, behandelt zusätzlich Privatversicherte und Selbstzahlende.

Fachärztinnen und Fachärzte

Ihre Ärztinnen und Ärzte.

Die EMR übernimmt dasselbe gastroenterologische Team, das auch die vorausgehenden Spiegelungen macht. Alle drei sind Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie.

  • Mamoon Al HamedFacharzt für Innere Medizin & GastroenterologieWertheim
  • Mohammad Al RashdanFacharzt für Innere Medizin & GastroenterologieWertheim
  • Dr. med. Barbara John, FEBGHFachärztin für Innere Medizin & GastroenterologieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Warum wird ein großer Polyp nicht gleich bei der ersten Spiegelung entfernt?

Manchmal geschieht das. Große oder flache Befunde brauchen aber Zeit, Erfahrung und passendes Zubehör. Deshalb werden sie oft zuerst genau beurteilt und in einem eigenen Termin abgetragen.

Erspart mir die EMR eine Darmoperation?

Oft ja. Ein großer Teil der großen, gutartigen Polypen lässt sich endoskopisch vollständig entfernen, ohne dass ein Stück Darm fehlt. Ergibt das Labor einen Tumor mit ungünstigen Merkmalen, bleibt eine Operation trotzdem der empfohlene nächste Schritt.

Was bedeutet es, wenn das Labor Krebszellen findet?

Dann zählen die Einzelheiten: wie tief der Tumor in die Wand reicht, wie stark sich die Zellen verändert haben, ob Lymphgefäße betroffen sind und ob der Schnittrand frei ist. Sind die Merkmale günstig und ist alles entfernt, genügen engmaschige Kontrollen. Andernfalls wird eine Operation empfohlen. Das Behandlungsteam bespricht den Befund ausführlich.

Muss ich über Nacht bleiben?

Das hängt von Größe und Lage des Befunds, von Vorerkrankungen und Medikamenten ab. Kleinere Abtragungen sind oft ambulant möglich; nach großen bleiben manche Patientinnen und Patienten zur Beobachtung eine Nacht.

Welche Komplikationen kann die EMR haben?

Am häufigsten ist eine Blutung, während der Abtragung oder noch einige Tage danach; meist lässt sie sich endoskopisch stillen. Seltener entsteht ein Loch in der Darmwand. Je nach Größe lässt es sich noch während des Eingriffs mit Clips verschließen, sonst ist eine Operation nötig. Bei großen Befunden sind diese Risiken höher als bei einer einfachen Polypenabtragung.

Kann der Polyp nachwachsen?

Nach einer Abtragung in mehreren Stücken können unsichtbare Reste zurückbleiben und nachwachsen. Dafür gibt es die festen Kontrollen der Stelle. Kleine Rückfälle werden dabei in der Regel gleich endoskopisch entfernt.

Was muss ich vor dem Eingriff beachten?

Wichtig sind eine vollständige Medikamentenliste und das Gespräch über gerinnungshemmende Mittel. Für den Darm gilt dieselbe gründliche Reinigung wie vor jeder Darmspiegelung. Weil in Sedierung behandelt wird, übernimmt eine Begleitperson den Heimweg.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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